Unser Deutschunterricht zum Thema „Vorgangsbeschreibung“ entwickelte sich plötzlich zu einer hands-on-Spielwiese für Wissbegierige…
… und ließ sich auch noch mit anderen Fächern verknüpfen! Und das kam so:
Im Fach „Ökonomische Bildung“ beschäftigte sich die 7a mit der Beschaffung der Zutaten für selbstgebackene leckere Waffeln, die sie mit ihren Lehrerinnen Frau Glöckel und Frau Häußler am Tag der offenen Schule den Besuchern anbieten wollten, und probierte mit Frau Häußlers Hilfe ihre Backkünste in der Schulküche gleich einmal aus. – Eine Steilvorlage für den Deutschunterricht! Hier untersuchten wir das Rezept auf sprachliche Besonderheiten und notierten uns, wie man beim Waffeln backen am besten vorgeht, damit beim Tag der offenen Schule auch alles klappen würde und unsere Waffeln auch schmeckten (sie waren übrigens sehr lecker!).
Inspiriert von der Tatsache, dass eine Vorgangsbeschreibung ja auch immer mit einem tatsächlichen Vorgang verbunden ist, versuchten wir uns nun an einer Beschreibung der Herstellung von selbstgemachtem (und ungiftigem) Glibber-Schleim und wurden zuhause kreativ (ein herzlicher Dank an alle Eltern, die dafür gern ihre Küchen zur Verfügung gestellt haben). Unser Schleim ist allen „Köchen“ gut gelungen: dehnbar, zum Teil schön glibberig, mit Glitzer und ohne, in verschiedenen Farben glänzend, perfekt zum Kneten, Entspannen und Spielen.
Es war schön zu sehen, dass so viele Schüler mit erkennbarem Spaß an der Sache mitgemacht haben und dann auch zu Recht stolz auf „ihren“ Schleim waren. Ganz „nebenbei“ sind auch noch zwei wirklich tolle Videos zur Schleimherstellung entstanden (von Olivia und Yassin mit viel Einsatz gedreht)!
Auch das Fach „Sport“ kam nicht zu kurz: Wie springt man eigentlich auf einem Skateboard einen „Ollie“? Wir wissen es jetzt und können es beschreiben!
Der herannahende Valentinstag gab uns schnell die nächste Möglichkeit zum Verknüpfen von Unterricht und persönlichem Nutzen: Wir bastelten aufblasbare Herzen und dekorative Briefumschläge und stellten fest, dass eine gute Vorgangsbeschreibung wirklich genau und präzise sein muss, damit das Produkt am Ende auch gelingt.
Auch technikbegeisterte Schüler kamen zum Zug: Gemeinsam tüftelten wir daran, eine Bilderstrecke zum Bau eines kleinen Holografie-Projektors für unsere Handys zu verstehen und in Textform umzuwandeln. Das Ergebnis ließ sich auch hier sehen: Wie aus dem Nichts schwebte plötzlich ein Schmetterling in der Luft, als Melinas selbstgebauter Holografie-Projektor im verdunkelten Klassenzimmer zum Einsatz kam.
Liebe 7a, ihr habt euch toll begeistern lassen und wart (zwar manchmal ein bisschen laut und chaotisch, aber mit ganz viel Engagement) im Unterricht bei der Sache. Ihr habt gekocht, gebacken, gebaut, viel schriftlich geübt (auch freiwillig und zusätzlich: Noah, tolles selbst verfasstes „Wiener Schnitzel“- Rezept!), so dass dieses kleine „Projekt“ innerhalb des Deutschunterrichts auch mir wirklich richtig Spaß gemacht hat. Und ihr habt jetzt selbst an ein paar praktischen Beispielen erfahren, wozu man Vorgangsbeschreibungen im Leben brauchen kann!

Kerstin Lück